politisch feministisches Diskussionsforum

Lila Sofa 2018

Das Lila Sofa ist ein politisches Forum das einlädt Platz zu nehmen und miteinander ins  Gespräch zu kommen. Als gesprächsanregenden Input werden immer aktuelle Themen mit frauen*politischen bzw. feministischen Bezügen gewählt. Im Jahr 2018 steht das Lila  Sofa unter dem Motto „Von Frauen*rechten und rechten Frauen*. Rechtspopulismus und Extremismus aus feministischen Perspektiven diskutiert“.

In Zeiten des Erstarkens von Rechtspopulismus und Antifeminismus gilt es Position zu beziehen, sich auszutauschen und zu informieren. Hierzu ist das Lila Sofa ein idealer Ort. Deshalb gestaltet sich 2018 das Lila Sofa mit seinen Themen nicht ganz so spontan wie in den Jahren zuvor. Im Gegenteil, die Veranstaltungsreihe folgt erstmals einem Jahresthema und zielt darauf ab dank externen Expert*innen vielschichtige Perspektiven auf die diese Thematik zu werfen.

Damit du eine Vorstellung davon hast, was geplant ist, hier die “Arbeitstitel” der jeweiligen Abende. Wenn das Datum schon feststeht, findest du es auch weiter unten als Veranstaltungshinweis oder – bei vergangenen Veranstaltungen – als kurze Dokumentation.

  1. Feminismus so white – Mit rassismuskritischem Blick auf die Frauenbewegung geschaut
  2. Rechte Frauen – Frauen* in der rechtsextremen Szene
  3. Frei war gestern: Sexualität in der neuen Rechten
  4. Feindbild Feminismus innerhalb der AfD und anderen Parteien
  5. Rechtspopulist*innen in Parlamenten
  6. Feministischer Aktivismus gegen Rechts

 

Die Veranstaltungsreihe wird gefördert von der Amadeu Antonio Stiftung

 

Das nächste Lila Sofa findet am 30.Oktober 2018 statt.

Rechtspopulist*innen in Parlamenten

Welche Auswirkungen haben rechtspopulistische Parteien und Abgeortnete auf die feministische Arbeit? Wie gehen rechte und antifeministische Gruppen parlamentarisch gegen Errungenschaften und Einrichtungen der Frauen*bewegung vor? Am Beispiel der FPÖ ( Freiheitliche Partei Österreichs) und AfD (Alternative für Deutschland) diskutiert Sandra Knorr mit euch über die politische Strategie rechter Parlamentsarbeit.

Komm vorbei und diskutier mit!

 um 19:30 Uhr im EVA, Saalgasse 15

 

vergangene Abende:

Feminismus so white – Mit rassismuskritischem Blick auf die Frauenbewegung geschaut (23.02. 2018)

Am Auftaktabend diskutierten Makda Isak und Sandra Knorr die Thematik “Feminismus so weiß”. Anlässlich des Black History Month lud das Lila Sofa ein ins Gespräch über Rassismus innerhalb feministischer Debatten zu kommen. Im Fokus des Abends standen Fragen wie: Wer wird in der klassischen Feminismusdebatte und deutschen Frauenbewegung wahrgenommen und was bedeutet dies für die Identifikation mit Feminismus für (junge) Frauen* of Color? Gibt es alternative feministische Bewegungen und Konzepte und wie können diese aussehen?

Rechte Frauen – Frauen* in der rechtsextremen Szene (27.04.2018)

Im Gespräch mit Sandra Knorr warfen wir einen Blick auf die Aktivistinnen* der rechtsextremen Szene. Nicht nur das Märchen vom typischen Nazi wurde an diesem Abend aufgebrochen. Gesprächsgrundlage bildeten Fragen wie  “Warum kennen wir aus den Medien außer Beate Zschäpe eigentlich kaum rechte Frauen*? Gibt es sie nicht?”,  “Gibt es so etwas wie einen emanzipatorischen  Aktivismus von rechten Frauen*?” und ” Welche Rollen füllen Frauen* innerhalb der Szene aus?”. Ein toller und intensiver Abend, der den Anwesenden nicht nur einen Überblick über die Thematik verschaffte sondern auch tiefgehende Analysen und Erkenntnisse ermöglichte.

Frei war gestern: Sexualität in der neuen Rechten (22.06.2018)

Ob Abtreibung, Frühsexualisierung oder der gefürchtete Genderismus. Sexualität spielt in der Rhetorik der neuen Rechte eine zentrale Rolle. Im Gespräch mit János Erkens  wurde an diesem Abend heftig diskutiert: Was lässt sich über Sexualität an rechten Ideologien verhandeln? Was wird in rechten Kreisen der männlichen, was der weiblichen Sexualität zugeschrieben? Woran knüpfen diese Vorstellungen an, wogegen richten sie sich?

 

Feindbild Feminismus innerhalb der AfD und anderen Parteien (21.09.2018)

Ob “Genderwahn” oder anderen Diffamierungen, rechtspopulistische, konservative und religiöse Gruppierungen polemisieren immer aggressiver gegen feministische Errungenschaften. Sandra Pöhn und Laura Aita haben Thesen anhand verschiedener Fragen erarbeitet: Welches Menschen- (Frauen*-) und Gesellschaftsbild eint Antifeminist*innen? Welche “Argumente” werden vorgebracht? Auf welche Weise agieren sie?